Originaltitel: Ryan’s Journal
Reihe: Skeleton Creek
Autor: Patrick Carman
Verlag: cbt (randomhouse)
ISBN: 978-3570138809
Seiten: 240
Datum: 2010
Videoprobe: sarahfincher.com (Code: „houseofusher“)

Inhalt: Ryan und Sarah stoßen auf merkwürdige Ereignisse in Skeleton Creek (=Knochenbach): seltsame Totenköpfe, der Tod eines Arbeiters und mysteriöse Symbole. Bei ihren Nachforschungen bricht Ryan sich ein Bein. Seine Eltern geben ihm die Sarah die Schuld und verbieten den Kontakt. Doch von seinem Bett aus schreibt er trotzdem mit seiner besten Freundin und schaut die Videos, die sie ins Internet stellt, meistens von dem alten Bagger, wo Old Joe Bush gestorben ist und Ryan seinen Unfall hatte. Dort scheint ein seltsames Wesen sein Unheil zu treiben.

Meine Meinung: Dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich. Das Buch selbst ist wie ein Tagebuch mit linierten Seiten und dementsprechender Handschrift gestaltet. Die Einträge gehen immer nur über ein paar Seiten, allerdings sind mehrere vom selben Tag, sodass das gesamte Buch nur eine Geschichte von 6 Tagen erzählt. An einigen Stellen sind Zettel eingeklebt, zumindest sieht es so aus. Selbst Klebestreifen sind abgedruckt.

Zusatzlich zum eigentlichen Buch ist hinten eine DVD zu finden mit Sarahs Videos. Insgesamt sind es neun Stück. Der Leser erhält mitten im Buch immer wieder den Namen eines Videos, dass er sich anschauen soll, denn dort erfährt man, was Sarah alles herausfindet.

Das Tagebuch beginnt, nachdem Ryan aus dem Tagebuch entlassen worden ist. Man erfährt nur aus Rückblicken, was vorher passiert ist und was die beiden bereits herausgefunden haben. Allerdings sind es wirklich nur kurze Rückblicke, die den Anfang ihrer Nachforschungen enthalten und was unmittelbar vor dem Unfall geschehen ist. Der Rest fällt eigentlich komplett weg. Da die Geschichte nicht besonders komplex ist, ist das aber kaum ein Problem.

Es kommen nur wenige Personen in dem Buch vor. Es mangelt an Tiefgang, weshalb ich die Alterbeschränkung ab 12 eigentlich ganz passend finde. Allerdings sollte man auf Grund der Videos das Buch eher Älteren empfehlen. Die Videos sind im Übrigen nicht schlecht, auch wenn es der Schauspielerin von Sarah etwas an Talent mangelt. Nervig ist das unnötige Bildschirmrauschen, dass in den Videos immer wieder auftaucht.

Das Buch endet leider mitten in der Geschichte, als es gerade spannend wird. Am Ende sind keine Geheimnisse gelüftet, der Leser muss mit tausend Fragen aufhören.

Fazit: Insgesamt finde ich die Idee und Gestaltung richtig gut, nur die Geschichte konnte mich nicht überzeugen. Für Jugendliche, die lieber fernsehen als lesen, wahrscheinlich genau das Richtige.

 

Advertisements