Originaltitel: When God was a Rabbit
Deutscher Titel: Als Gott ein Kaninchen war
Autorin: Sarah Winman
Verlag: headline
ISBN: 978-0755379309
Seiten: 341
Datum: Mai 2011
Extra: Trailer

Inhalt: Dies ist die Geschichte von Elly, von ihrer Kindheit in London, dem Aufwachsen in Trehaven, bis nach New York. Ess ist die Geschichte von Ellys unglücklich verliebtem Bruder Joe, ihrer schauspielernden Tante Nancy, dem außergewöhnlichen Mitbewohner Arthur und seiner besten Freundin Ginger, von Elly bester Freundin Jenny Penny und weiterer Menschen, die in ihr Leben kommen und wieder gehen.

Meine Meinung: Elly erzählt von ihrem Leben beginnend bei ihrer Geburt. In dem gesamten ersten Teil ab 1968 geht es um das Aufwachsen bei ihren Eltern mit ihrem fünf Jahre älterem Bruder zusammen. Im zweiten Teil ist sie ab 1990 eine Erwachsene.
Elly ist eigentlich mit niemandem befreundet. Sie möchte nicht sein wie anderen, hat aber dennoch Probleme damit, sich abzusondern. In der etwas verrückten Jenny Penny findet sie dennoch eine Freundin. Ihre Mutter hat ständig neue Freunde und geht gerne auf Beerdigungen.
Mit ihrem Joe versteht Elly sich gut. Er spielt Rugby und ist in seinen besten Freund Charlie verliebt, der einen ziemlich reichen Vater hat und das führt schließlich sogar fast zum Ende ihrer Freundschaft.
Mit der Zeit tauchen immer wieder Menschen auf, mit denen Elly Freundschaft schließen kann. Und alle sind auf ihre Art ungewöhnlich. Tante Nancy ist Schauspielerin, hat immer wieder Beziehungen mit verschiedenen Frauen, findet mit der Zeit aber immer mehr zu der Familie. Der spätere Mitbewohner Arthur lässt Elly seine Memoiren lesen und weiß schon, wie er einmal sterben wird.

Die ganzen Menschen lassen Ellys Leben lebendig werden und machen es gleichzeitig außergewöhnlich und vielleicht auch ein wenig magisch. Man verfolgt ihre Kindheit, in der sie mir schon früh sehr erwachsen vorkam, dafür als Erwachsene immer noch recht kindliche Züge angenommen hat.
Aber immer wieder deutet sie zurück auf ihre Kindheit, wenn sie sagt „when god was a rabbit“, als Gott ein Hase war. Tatsächlich besitzt sie als junges Mädchen einen Hasen, den sie Gott nennt. Es ist ihre Art, sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen. Wie sie es mit vielen Dingen tut, auf eine leichte und für andere auch provozierende Art. Immer wieder erfährt man Lebensweisheiten, Sichtweisen und Ratschläge, besonders, wenn Elly sich mit Arthur trifft.

‚Do you think a rabbit could be God?‘ I asked casually.
‚There is absolutely no reason at all why a rabbit should not be God.‘
(S.142)

Fazit: Insgesamt ein schönes und berührendes Buch, das den Leser nachdenklich stimmt. Allerdings ist auf Englisch sehr schwer zu lesen. Ich würde empfehlen, auf eine deutsche Übersetzung zu warten.

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