Orginaltitel: Pretties
Reihe: The Uglies
Band 1: Ugly
Autor: Scott Westerfeld
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31007-1
Preis: 8,95 €


Inhalt: Tally lebt in New Pretty Town und gehört zu den Krims, der aufregendsten Clique der Stadt. Ihr Leben ist „prickelnd“ und sie gehört schon bald zu den bekanntesten und beliebtesten Pretties. Doch dann taucht jemand aus ihrer Zeit als Ugly auf und sie erhält eine Nachricht, die ihr wunderbares Leben zerstört. Sie weiß wieder, was passiert ist mit den Pretties und mit ihr selbst. Tally beginnt, für ihre Freiheit zu kämpfen.

Meine Meinung: Tally ist zu einer Pretty geworden und gleich merkt man, dass sie jegliche Erinnerungen an ihr Ugly-Zeit verdrängt hat. Kleidung ist wichtig für sie, die Aufnahme bei den Krims bedeutet ihr alles und auf Beliebtheit möchte sie nicht verzichten. Für eine Pretty benimmt sie sich vollkommen normal, so, wie die Behörden es wünschen. Als Leser hofft man aber inständig, dass dies nur eine Tarnung ist, so viel Stereotyp kann nämlich gar nicht mehr als Individuum gelten.
Tatsächlich macht die Protagonistin, wie bereits im ersten Band, eine Veränderung durch, nachdem sie auf einen Ugly aus dem ehemaligen Smoke trifft. Tally erfährt von ihrem eigenen Plan, willigt mehr oder weniger ein und nähert sich nach und nach ihrem alten Ich an.

Was folgen sollte, ist Tallys  Kampf für ihre (gedankliche) Freiheit, man hat aber rund zwei Drittel des Buches das Gefühl, es handele sich um eine Einleitung. Tatsächlich beginnt das Mädchen nämlich, sich unter anderem auch an den Jungen zu erinnern, den sie in Smoke geliebt hat und da sie nun mit dem Krim Zane zusammen ist, steht sie hier vor einem Dilemma. Desweiteren setzt Tally mehr Energie darin, auch die andren Krims gedanklich zu befreien ohne jegliche Art von Hilfsmittel. Es scheint also so, als sein ihr ursprünglicher Plan ziemlich überflüssig. Logisch nachvollziehbar war mir die Handlung jedenfalls nicht.

Natürlich gerät Tally wieder mit den Specials aneinander, die allerdings immer noch etwas harmlos wirken, die ihr aber ein ähnliches Angebot machen, wie bereits im ersten Teil. Außerdem taucht natürlich auch Shay wieder auf, ebenfalls als Pretty. Anfangs geben sich die beiden wieder als beste Freundinnen aus, aber die Entwicklung ihrer Beziehung nimmt einen ähnlichen Verlauf, wie im ersten Band.

Fazit: Das Buch hat viele Parallelen zu Band eins und hält kaum Überraschungen bereit, was bei Band 3 wahrscheinlich auch nicht anders sein wird. Insgesamt gefällt mir „Ugly“ aber noch besser, weil dieses Buch fast ausschließlich einen Einleitungs- und Erklärungscharakter hat undaußer ein oder zwei lichten Momenten noch weniger kritisch ist, als Band eins.

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