Originaltitel: A Streetcar named Desire
Deutscher Titel: Endstation Sehnsucht
Autor:
Tenneesee Williams
Verlag:
Klett
ISBN: 978-3125782112
Preis: 8,20 €
Extra:
Filmtrailer, Leseprobe

Inhalt: Blanche DuBois zieht aus ihrem reichen Zuhause zu ihrer Schwester Stella, die in einem heruntergekommenden Virtel in New Orleans wohnt. Richtig einleben kann sie sich nicht, das liegt vor allem an Stellas Mann Stanley, der in Blanches Augen ein gewalttätiger und brutaler Kerl ist.

Meine Meinung: Schullektüren gehören in den meisten Fällen nicht zu meinen Lieblingsbüchern und dieses Buch bietet keine Ausnahme.

Blanche DuBois ist genauso vornehm, wie der Name bereits erahnen lässt. Sie ist immer korrekt angezogen, drückt sich vornehm aus und ihre neue Umgebung ist ihr sichtlich suspekt. Und zudem redet sie viel zu viel.
Stanley ist ein einfacher Arbeiter, der einen recht animalischen Charakter besitzt und somit das komplette Gegenteil zu Blanche bildet. Das wirkt sich auch erheblich auf ihre Beziehung zueinander aus, denn zwischen ihnen findet sich dauernd eine Kluft aus Misstrauen. Seine Frau und ihre Schwester Stella steht zwischen den Fronten, ist allerdings kaum wichtig. Zum einen versteht sie Blanches Situation, die den Besitz der Familie verloren hat und jetzt vor einem Nichts steht, zum anderen fühlt sie sich stark zu Stanley hingezogen, selbst wenn sein Charakter Gewalt ihr gegnüber hervorbringt. Sie liebt ihn über alles, erscheint manchmal aber auch eingeschüchtert.

Stanley ist Blanches Auftreten natürlich nicht recht und er sucht etwas, um sie wieder loszuwerden. Blanche dagegn lernt bei einer Pokerrunde in Stellas Wohnung Stanleys Freund Mitch kennen, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Das alles bringt eine Spannung zwischen diese gegensätzlichen Personen, was schließlich die Grundhandlung des Dramas ausmacht. Es geht im Prinzip um nichts anderes, als dass diese beiden einen heimlichen Krieg ausfechten, Blanche als reizende Dame, die sich offen zeigt, aber anscheind doch eine Menge verbirgt. Stanley als Tier, der seine Abscheu klar auf den Tisch legt.

Das Drama lässt sich etwas zäh lesen, da es nur an einem Ort spielt und die Handlung auch keine überraschenden Wendungen bereithält. Sprachlich ist es in Ordnung und relativ leicht zu verstehen. Trotzdem habe ich ziemlich lange daran gesessen.

Fazit: Es war sicherlich kein guter Auftakt für das Jahr, indem ich mehr Englisch lesen will. Aber ich kann Dramen grundsätzlich nichts abgewinnen und da es sich um eine Schullektüre handelt, ist es auf jeden Fall noch in Ordnung, auch wenn ich es nicht als spannend bezeichnen kann.

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