Originaltitel: Wie ein Flügelschlag
Autorin:
Jutta Wilke
Verlag:
Coppenrath -> bestellen
ISBN: 978-3649605669
Seiten: 282
Datum: Januar 2012

Extra:
Leseprobe

Inhalt: Jana ist eine fantastische Schwimmerin und dank eines Stipendiums wohnt und lernt sie an einem Sportinternat. Die meisten Schüler wollen nichts mit ihr zu tun haben, bis auf die beliebte Melanie, ebenfalls sehr begabt im Schwimmbecken. Trotz Konkurrenz entwickelt sich zwischen den Mädchen eine Freundschaft, die eines Tages ihr jähes Ende findet: Mel wird tot aufgefunden im Schwimmbad, angeblich ein Unfall. Doch Jana hegt Zweifel…

Meine Meinung: Gleich im ersten Kapitel wird Protagonistin Jana Zeugin davon, wie Melanie im Schwimmbad tot aufgefunden wird. Danach springt die Geschichte zurück, einige Zeit vor ihrem Tod und es passieren Ereignisse, die damit zu tun haben, zumindest vermutet man das. Jana, ihre Mutter ist alleinerziehend und stürzt sich nach dem Schulwechsel ihrer Tochter immer mehr in Alkohol und Zigaretten, wird zum Beispiel von Mel nach Hause eingeladen, wo alles nach den Regeln des strengen Vaters läuft, der früher selbst ein exzellenter Schwimmer gewesen ist und nun als Arzt seiner Familie ein relativ luxuriöses Leben ermöglicht. Kurz darauf wird Jana von ihrem Trainer nachdrücklich „gebeten“, bei einem wichtigen Wettkampf Mel den Sieg zu geben und diese geht der Protagonistin auf einmal aus dem Weg.
Eigentlich ist das Mädchen die Einsamkeit gewöhnt, aber sie sieht mehr in Mel, als nur eine Konkurrentin und die Tochter aus reichem Hause. Außerdem ist sie ihre einzige Verbindung zu deren Bruder, an dem Jana Interesse zeigt. Dass sie dafür noch mehr Ablehnung seitens der anderen Schülerinnen bekommt, ist ihr allerdings egal. Stattdessen widmet sie sich zwischen Neugier und Gleichgültigkeit den seltsamen Ereignisse, von ungerechtfertigten Disqualifikationen über alte Fotos bis zum Doping.

Das Buch wirft im Verlauf viele Fragen auf und die Auflösung fand ich sehr überraschend und für mich persönlich war sie etwas weit hergeholt. Die Geschichte lockt erstmal damit, dass sie an einer Stelle beginnt, auf die draufzugegangen wird, was allerdings etwas Zeit in Anspruch nimmt. Im Nachhinein kann ich gar nicht genau sagen, womit sich das Buch dort aufgehalten hat, denn es lässt sich gut und schnell lesen, obwohl der wirklich spannende Teil lediglich den Schluss ausmacht. Insgesamt konzentriert sich die Geschichte sehr stark auf die Haupthandlung und ich hätte mir in diesem Fall vielleicht einige weitere Charaktere und Nebenhandlungen gewünscht, bzw. bleiben einige Fragen zu bestehenden Figuren bis zum Ende unbeantwortet.

Sprachlich bewegt sich die Autorin größtenteils im Jugendbereich. Einige Kapitel und Stellen sind allerdings sehr poetisch verfasst, so wird auch der Titel indirekt aufgegriffen und als Metapher beschrieben und in die Geschichte mit einbezogen. Ich war nach dem ersten Kapitel etwas enttäuscht, dass sich dieser Stil nicht durchgängig durch das Buch zieht, aber für das Genre wäre dies wohl nicht angemessen, auch wenn ich es mir gewünscht hötte.

Fazit: Endlich mal wieder ein Buch, das mich am Ende überraschend konnte, auch wenn es mir nicht anz gefallen hat. Empfehlenswert ist Wie ein Flügelschlag als Lektüre für Zwischendurch, die sich flüssig lesen lässt.

Empfehlungen:

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar!

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