Die Geschichte des wohl berühmtesten Zauberschülers unserer Zeit fand spätestens mit dem achten und finalen Teil im letzten Jahr ihr Ende. Jetzt können Fans von „Harry Potter“ seine Geschichte noch einmal erleben, denn seit ein paar Tagen ist die Seite Pottermore.com für alle zugänglich (auch auf Deutsch) und ich habe bereits gestern ein bisschen reingeschnuppert:

Worum geht es bei Pottermore?
Pottermore bietet den Usern die Möglichkeit, aktiv die Welt von „Harry Potter“ zu entdecken und den Protagonisten in seiner Geschichte begleiten. Jedes Buchkapitel wurde dafür visuell umgesetzt, mindestens ein zentrales Bild genommen herausgenommen und mit Informationen gespickt. So bekommt man in „Ein junge überlebt“ Informationen über die Dursley, Hagrid, den Ligusterweg, etc. Die Informationen, die man in jedem Kapitel entdeckt, werden nach und nach gesammelt, sodass man im Endeffekt ein Gesamtbild von zum Beispiel Personen bekommen sollte. Dazu gehören übrigens auch Anmerkungenvon Frau Rowling.

Warum „interaktiv“?
Natürlich ist die Geschichte von Harry bereits geschrieben, sodass nicht, wie bei einem Computerspiel der User eigene Entscheidungen treffen kann. Stattdessen wird man integriert, muss Schokofrosch-Karten in den Bilder suchen, man kann viele Gegenstände sammeln und dabei etwas über sie lernen, Galleonen können gefunden und auch wieder in der Winkelgasse ausgegeben werden. Mittels kurzer Tests bekommt man einen Zauberstab und ein Haus zugewiesen. In der Schule kann man sich am Brauen von Tränken versuchen (wobei ich bisher leider versagt habe) oder sich in Duellen mit anderen Usern messen.

Wie ist die Umsetzung?
Man merkt, dass sehr viel Mühe in der Seite steckt. Das Design erinnert an die Bücher und Filme, die Gegenstände sind schön umgesetzt. Selbst die Hintergründe passen farblich und vom Design zum Thema. In die Kapitelbilder sind kleine Bewegungen integriert. Gleichzeitig laufen Hintergrundgeräusche, die oftmals kaum mehr als ein Rauschen sind. Aber die große Halle wird zum Beispiel mit vielen Kinderstimmen vertont, auch hier hat man sich anscheinend bemüht.
Mit Hinblick auf das optische Ergebnis kann man die lange Wartezeit auf jeden Fall nachvollziehen. Außerdem finde ich es verständlich, dass bisher nur das erste Buch, „Harry Potter und der Stein der Weisen“, für alle zugänglich ist. Auf Buch Zwei muss noch gewartet werden.

Lohnt es sich?
Ein riesiger Pluspunkt ist natürlich der optische Augenschmaus, für den sich ein Blick lohnt. Ich kann mir vorstellen, dass einige enttäuscht sein werden, denn sonderlich viele neue Informationen bekommt man auf der Seite nicht und ewig wird man sich auf Pottermore nicht beschäftigen können. Es gibt auch einige Schwächen, so ist hat die Seite zweimal mein Internet abstürzen lassen; User unter 18 bekommen Nicknames zugeteilt, die man sich kaum merken kann; und ab und an reagiert die Seite nicht.
Außerdem ist Pottermore nur eine Ergänzung zu der Buchreihe. Wer die sieben Bände noch nicht gelesen hat, der kann mit der Seite herzlich wenig anfangen.
Insgesamt finde ich, man sollte trotzdem einen Blick riskieren. Ich werde weiterhin die Seite verfolgen und freue mich schon auf „Die kammer des Schreckens“.

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