Diese Rezension enthält Spoiler zu den Büchern Die Gefährten und Die zwei Türme von J. R. R. Tolkien

Originaltitel: The Return of the King
Autor: John Ronald Reuel Tolkien
Reihe: The Lord of the Rings
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3129079416
Seiten: 482
Datum: 1980

Inhalt: Die große Schlacht in Rohan wurde gewonnen, doch die Gefahr aus dem Westen ist nicht gebannt. Mordors Armeen marschieren auf Minas Tirith und die restlichen Gefährten machen sich auf den Weg zu der weißen Stadt. Sam muss zur gleichen Zeit im Land des Feindes Frodo aus den Fängen der Orks befreien, um die Macht Saurons für immer zu besiegen.

Meine Meinung: Die Rückkehr des Königs ist der letzte Teil einer fantastischen Trilogie, der insgesamt noch düsterer ist, als die Vorgänger. Im fünften Buch geht es vor allem um den Krieg, der in Gondor tobt und seine Opfer vor den Toren der weißen Stadt Minas Tirith fordert. Die Gefährten, die ihre bisherigen Abenteuer im Land der Rohirrim bestritten, kommen nach und nach im Königreich Gondor an undsind mitentscheidend für die große Schlacht, die selbst lediglich mit Worten geschrieben epische Ausmaße annimmt. Man fiebert und hofft als Leser mit, vergisst zwischendurch aber auch Tränen.
Das letzte Buch spielt fast ausschließlich im öden Mordor, wo Trostlosigkeit dadurch bedingte Hoffnungslosigkeit allgegenwärtig sind. Frodo ist am Ende von Band zwei in Gefangenschaft geraten und so fokussiert sich die Handlung anfangs auf Sam, der seinen Freund retten muss.

Im finalen Band werden weniger neue Personen und Völker eingeführt, die Orte sind neu, aber nicht so fantastisch wie vorher. Man merkt, dass sich die Trilogie dem Ende nähert. Die begonnenen Handlungsstränge laufen langsam zusammen, der große Komplex „Mittelerde“ wird vollendet und begibt sich dazu auch auf eine, sagen wir, politische Ebene und beleuchtet auch mehr als zuvor die historischen Hintergründe.
Gleichzeitig entwickeln sich die zwischenmenschlichen Beziehungen weiter. So finden manche in ihrem Kummer zueinander, während andere ihre Freundschaften festigen, für ihre Gefährten einstehen.

Das Ende ist schließlich mehr als zufriedenstellend und ist so etwas wie eine Rückreise, in der man die Bücher noch einmal Revue passieren lassen kann. Die Hobbits stehen wieder im Mittelpunkt und obwohl man dort angelangt, wo die Abenteuer von Frodo und co. begonnen hatten, ist doch alles anders, was man in den kleinen feinen Unterschieden erkennt.
Tolkiens Detailverliebtheit komplettiert damit eine wundervolle Trilogie, die durch Fantasie, Gefühle und Abenteuer glänzt. Ein sprachliches Meisterwerk, das am zum Schluss mit einigen Seiten an Anhängen vollendet wird. Hier erfährt der Leser noch mehr über die Entstehung Mittelerdes, der Königreiche und Völker; zeitliche Abläufe und verschiedene Sprachen, die durch ihren Informationsgehalt bestechen, ansonsten aber schwer zu bewältigen sind.

Zum Film: Auch beim finalen Band muss ich unbedingt noch einen Bezug zum Film herstellen, denn auch hier wurde viel verändert. In der Verfilmung vermisse ich jetzt ein bisschen den Auftritt der Dúnedain, die Darstellung der Geographie Gondors und damit auch die ausführliche Betrachtung von Minas Tirith, sowie das längere Ende. Aber man sollte Jackson keinen Vorwurf machen, denn selbst in der Extended Version wäre nicht genug Platz für alles. Trotzdem ist es eine geniale Verfilmung, die optisch etwas hermacht, aber auch abseits von Spezialeffekten zu bestechen weiß und mich zuletzt immer zu Tränen rührt.

Fazit: Der grandiose Abschluss einer beispiellosen Trilogie knüpft nahtlos an die Vorgänger an und beendet ein erstklassiges Abenteuer.

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