Originaltitel: The Perks of being a Wallflower
Deutscher Titel: Vielleicht lieber morgen (1999),            Das also ist mein Leben (2011)
Autor: Stephen Chbosky
Verlag: Simon & Schuster
ISBN: 978-1847394071
Seiten: 240
Datum: 2009 (Original: 1999)
Extra: Filmtrailer, Liste mit allen genannten Büchern, CDs und Filmen, Leseprobe

Inhalt: Charlie ist neu an seiner Schule und findet nur schwer Anschluss. Doch er lernt Sam und ihren Bruder kennen und erlebt das beste Schuljahr seines Lebens: Er geht auf Partys, überlebt Familientreffen, schreibt alles in Briefen an einen anonymen Freund nieder und findet dabei schließlich zu sich selbst.

Meine Meinung: Charlie ist der junge, sympatische Verfasser einer Reihe von Briefen, in denen er seine Gefühle und Erinnerungen festhält. Gleich zu Beginn berichtet er von seinem toten Freund und seiner Nervosität vor dem Schulwechsel. Er ist neu, schüchtern und findet nur schwer Zugang, bis er von Sam und ihrem Stiefbruder Patrick angenommen wird, die beide im letzten Schuljahr sind. Charlie verliebt sich in die hübsche Sam, die davon weiß und ihn nah an sich heran lässt, aber schon an jemand anderen vergeben ist. Der homosexuelle Patrick sieht Charlie mit Verlauf als seinen besten Freund, denn er weiß über eine heimliche Beziehung Bescheid. Durch den Kontakt zu der Clique um die beiden Geschwister, die Charlie ebenfalls annehmen, kommt der Junge in den Genuss von Drogen und Liebesbeziehungen.

Was Charlie in diesem einen Jahr erlebt, verändert den anfangs verschlossenen Junge, auch wenn er immer etwas Besonderes bleibt. Erst mit dem Verlauf der Geschichte wird deutlich, dass er anders ist, aber wie weiß weder er noch der Leser. Meistens kreisen seine Gedanken mehr um die Bücher, die sein Englischlehrer ihm empfiehlt, oder um Erinnerungen an seine Kindheit. Auch normale Ereignisse wie chaotische Familientreffen und der Führerschein kommen vor und komplettieren Charlies Leben. Durch die Briefe ist man so nah an dem Erzähler und seinen Berichten, wie es möglich ist. Man wünscht sich einfach nur, dass Charlies Leben seinen Weg finden und endlich entdeckt, dass er viel mehr ist, als er selbst in sich sieht.

Und so punktet das Buch vor allem mit dem sympatischen und offenen Charlie und auch durch die allgegenwärtigen Geschwister, selbst wenn ihre Gewohnheiten, wie regelmäßiges Schwänzen und Rauchen nicht immer greifbar sind. Trotz allem kann man sie nur mögen. Das Ende ist für mich überraschend gewesen, es wurde mir zu wenig darauf hin gearbeitet und dennoch ist es zufrieden stellend. Sprachlich ist die Geschichte trotz anspruchsvoller Passagen dank dem Briefformat verständlich.

Fazit: Ich habe mit Charlie gelacht und geweint und jeder Andere kann das auch. Zwar gibt es keine große Spannungshöhepunkte, aber so spielt das Leben eben und deshalb ist dieses Buch eine wärmste Empfehlung.

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