Diese Rezension wurde bereits am 8. September 2010 auf meinem alten Blog verfasst.

Originaltitel: The Brimstone Journals
Autor: Ron Koertge
Verlag: DTV
ISBN: 978-3423781930
Seiten: 144
Datum: 2003
Extra: Leseprobe

Meine Meinung: Dieses Buch ist aus der Sicht von 15 Jugendlichen einer Abschlussklasse der Branston-Highschool geschrieben:
Meredith ist ein wunderschönes Mädchen, hat allerdings wegen vieler Beziehungen den Ruf einer „Schlampe“. Jennifer wird von ihren Eltern im christlichen Glauben aufgezogen. Trâns Eltern sind aus Vietnam immigriert. Joseph ist Aktivist und wegen Protestaktionen auch schon im Gefängnis gelandet. Lester ist zu dick und leidet darunter. Sheila glaubt, sie ist lesbisch. Allison wird von ihrem Stiefvater belästigt. Damon ist ein Sportfreak und ist mit Kelli zusammen, die aber keine Lust hat, ihn ständig in ihrer Nähe zu haben. Rob bekommt Punkte, wenn er mit einem Mädchen schläft. Carter ist ein Musiktalent. Neesha ist einfach anders. Kitty ist magersüchtig. David spielt gerne Computerspiele. Boyd ist Mitglied einer rechtsextremen Gruppe und wer auf seiner Liste landet, der soll bald Opfer der Gruppe werden.

Abwechselnd erzählen die Hauptpersonen aus der Ich-Perspektive, doch schon nach spätestens zwei Seiten kommte es zum Sichtwechsel. Ich musste oft zurückblättern, um zu verstehen, wer mir denn gerade etwas zu erzählen versucht. Man schafft es nicht, sich einen Überblick zu verschaffen, ist schnell von Aussagen und Nebenhandlungen verwirrt, die eigentlich vollkommen überflüssig sind. Einen Pluspunkt bekommt das Buch aber für den mit dem Sicht- verbundenen Stilwechsel.

Angesprochen hat mich das Cover und eine interessante Inhaltsangabe, die ich gelesen hatte. Umso enttäuschter war ich nach den ersten paar Seiten, denn schon früh bemerkte ich, dass man ein 140 Seiten langes Buch nicht mit 15 Erzählern füllen kann, denn entweder wird man mit Informationen überschüttet, oder man erhält die Magervariante. In diesem Fall, trifft das zweite zu. Es kam mir so vor, als wollte der Autor nur ein paar Zeilen hinklatschen, um einen Abgabetermin einhalten zu können. Mit der eigentlichen Handlung hatten nur wenige der Charaktere direkt etwas zu tun, die Anderen schienen mehr als Lückenfüller zu dienen. Worum es geht, das kann man sich früh denken, erwähnt wird es aber eigentlich, soweit ich mich erinnern kann, nicht. Stattdessen bekommt der Leser ein Ende von einem Autor serviert, der anscheinend keine Lust mehr hatte, dass Buch sinnvoll zu einem Ende zu bringen.

Fazit: Insgesamt finde ich es schade, was aus der Thematik in diesem Buch gemacht wurde. Der Geschichte fehlt es leider an jeglicher Tiefe und Ernsthaftigkeit. Weiterempfehlen würde ich das Buch definitiv nicht.

Empfehlenswert:

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