Originaltitel: Nick & Norah’s infinite Playlist
Reihe: Love and Music
Autoren: Rachel Cohn, David Levithan
Verlag: Cbt (Randomhouse)
ISBN: 978-3570305133
Seiten: 224
Datum: März 2008
Extra: Leseprobe, Filmtrailer

Inhalt: Vielleicht ist es Schicksal, dass Nick und Norah an diesem Abend in den selben Club führt: Er als Mitglied einer Band, sie im Publikum.  Sie treffen sich an der Bar, geben sich als Paar aus und ziehen gemeinsam durch die Nacht.

Meine Meinung: Dieses Buch handelt von zwei jungen Menschen, die in einer Großstadt durch ihr Leben wandeln, nicht gerade unglücklich, aber auch nicht erfüllt.
Norah hat durch ihren Vater, der ein Musiklabel besitzt, seit ihrer Kindheit einen Zugang zu der Musik genau wie Nick, der selber in seiner Freizeit in einer Band spielt. Die Musik ist eigentlich die einzige Verbindung zwischen diesen Charakteren, die anfangs mit gescheiterten Beziehungen zu kämpfen haben und mit ihr die ganze Nacht folgen, die auf Nicks Auftritt in einem Club folgt, wo sie sich zufällig an der Bar treffen.

Natürlich geht es um die Liebe, aber nicht um eine plötzliche Liebe auf den ersten Blick, selbst wenn sich alles in einer einzigen Nacht entwickelt. Sie basiert viel mehr auf einem ständigen Hin und Her, zwischen Vertrauen und Verrat. Es ist wie ein Roadtrip durch die Nacht auf der Suche nach dem Glück und der Liebe.

Doch so authentisch und einfühlend das Buch auch geschrieben sein will, ich kann mich mit beiden Protagonisten nicht indentifizieren oder ihr Wesen nachvollziehen. Ihr Mysterium beruht auf drei Fakte: Erstens ist es der vorgeführte amerikanische Lebensstil junger rebellischer Menschen; Nummer zwei das erfüllte Großstadtleben, das mir als eingefleischtes Landkind fremd ist. Und als letztes gibt mir das Thema der Musik zu denken, denn auch wenn ich selbst Musik mache, verstehe ich ihre Haltung eher selten und viele der angesprochenen Lieder sagen mir überhaupt nichts. Dafür haben mir verrückte Freunde und seltsame Situationen doch mal ein Lächeln abgerungen.

Sprachlich ist es leicht verständlich und selbst mit dem Original hätte ich kaum Probleme gehabt. Auch hier wird ab und an auf Musik angespielt und der Text an jugendliche Leser angepasst, die sich mit diesem Buch sicher leicht in das Thema Liebe einfinden können, denn es ist nicht kitschig und zeigt auch nicht das utopische Bild einer rosaroten Welt.

Fazit: Nick & Norah ist eine schöne kurzweilige Liebesgeschichte, zu der mir der Zugang verwehrt geblieben ist. Vielleicht schaffen es romantischer Veranlagte es besser, mit dem Buch zurecht zu kommen.

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