Plauderstündchen #02: Weihnachten im Hochsommer

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Ich bin so ein kleiner Weihnachtsfanatiker, weil ich unglaublich gerne Sachen verschenke, Zimt liebe und mit tagelang mit Plätzchen backen beschäftigen könnte. Leider sind es noch 5 Monate und 14 Tage bis Heilig Abend, aber kein Grund, nicht trotzdem etwas Flair in den Hochsommer zu bringen.

Meine Methode, sich kreativ etwas auszuleben und noch etwas Schönes zu fabrizieren, benötigt nur alte Amazon-Verpackungen, Alufolie und Backzutaten. Grund ist der Geburtstag zweier musikverrückter Freundinnen und lustige Ausstechformen, die ich zu hause habe. Und dann lässt sich ganz leicht ein schönes Geschenk  basteln, dass unabsichtlich weihnachtliche Stimmung hervorbringt, wenn man gleichzeitig Cola aus Tassen und Bowle mit dem Geruch von Weihnachtspunsch trinkt. Welches Motiv man nimmt, ist relativ egal, aber man sollte sich am besten nach den vorhandenen Förmchen richten (In diesem Fall Noten und Gitarren, wodurch dann diese Bassgitarre entstanden ist)

  • Keksteig ganz normal zubereiten und am besten etwas Zitronengeschmack beifügen, damit es etwas frischer wird
  • Kühlen, danach ausrollen, ausstechen, backen und eventuell verzieren
  • Aus Pappe (alten Verpackungen) zuerst eine Platte basteln, dann weitere gewünschte Formen ausschneiden
  • Einzelteile mit Alufolie einwickeln und eventuelle mit Tesafilm oder Kleber daran fixieren
  • Die Einzelteile zusammenkleben und trocknen lassen
  • Mit Zuckerguss oder Zuckerschrift die Kekse auf der Alufolie festkleben und gut trocknen lassen

Nun, vom Hochsommer darf aber eigentlich keine Rede sein, wenn ich nach draußen schaue. Ich habe eher das Gefühl, es ist April. Wie freue ich mich doch nun darauf, morgen in den Urlaub zu fahren – an die Ostsee zum Zelten. Wenn ich ganz viel Sarkasmus zusammensuche, dann würde ich deshalb jetzt Freudensprünge machen, stattdessen versuche ich, mich mit Musik trotzdem noch zu motivieren.

Also bis nächsten Sonntag gibt es erstmal keine neuen Posts von mir. Drückt mir die Daumen, dass sich die Sonne doch noch herauslocken lässt und ich nicht tatsächlich zehn Tage im Regen verbringen darf.

Ein erster Herbsttag

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Es war das Geräusch des Regens, das mich an diesem Morgen aus den Träumen riss. Die Stille des frühen Tages hätte mich sonst noch eine Ewigkeit festgehalten. Ich schob meine Füße über die Kante des Bettes und wurde von der eisigen Kälte meines Zimmers umgeben. Ich wusste, dass er zurück war. Nur er schaffte es, dass ich ihn verfluchte und liebte zugleich.

Während sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnten, schlüpfte ich zitternd in den Bademantel, der neben meinem Bett lag und schlich leise zum Fenster. Die Vorhänge flatterten. Ich hatte gestern das Fenster nicht ganz geschlossen. Vorsichtig zog ich sie auf und lauschte der Musik der Tropfen, die an die Scheibe schlugen. Ich begann, den Takt mit zu summen:

Dum du du du dum, dum du du du dum

Ich lehnte mich an die kalte Fensterbank und schloss die Augen. Der Regen beruhigte mich. Ich schlief nicht. Aber wach war ich auch nicht.

Plötzlich streifte ein einsamer Lichtstrahl mein Gesicht. Ich hob meine Lider und blickte in den gelb roten Himmel. Die Sonne reckte sich und tauchte das ganze Land in goldene Farben. Aber es war nicht nur das Licht. Nein, er war zurück, jetzt konnte ich es auch sehen. Er hatte seinen Pinsel bereits über die ersten Bäume geschwungen und ihre Blätter sahen jetzt aus, wie der Regenbogen, der die Wolken am Himmel durchbrach.

Ich lächelte. Ein ganzes Jahr war vergangen und ich hatte diesen wundervollen Anblick fast vergessen. Aber er war wiedergekommen. Frost und Nässe ließ er über das Land ziehen und mich schaudernd nach dem Bett sehnen. Doch nun schickte er mir Farbe und Musik. Seine Geschenke an mich. Er war zurück, mein geliebter Herbst.